Die Gründung unserer Gruppe „Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck“ geht auf das Jahr 1992 zurück. Unser Wohlstand und die gleichzeitige Armut in Ländern des globalen Südens empfanden viele Menschen als schreiende Ungerechtigkeit. Bei einigen entstand die Idee, mit Gleichgesinnten gemeinsam einen Beitrag zu leisten, um Mitmenschen in den Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ auf dem Weg in ein menschenwürdiges Leben zu unterstützen. Schon nach kurzem Suchen fanden sich zehn Personen bereit, in einer solchen Gruppe mitzuwirken.
Wir wollen mit verschiedenen Aktivitäten und Spenden Geld einnehmen, um damit in von uns ausgesuchten Projekten Menschen bei der Gestaltung eines menschenwürdigen Lebens mit einer gesicherten Zukunftsperspektive in ihrer Heimat zu unterstützen.
Wichtiger Grundsatz dabei ist die Hilfe zur Selbsthilfe

In den ersten zwei Jahren nach der Gründung unserer Gruppe suchten wir nach Möglichkeiten, wie wir uns Geld erarbeiten könnten. Wir fingen mit einer Beteiligung am Albbrucker Dorffest und Weihnachtsmarkt an, erhielten viel Anerkennung und Zuspruch und konnten beachtliche Geldsummen erwirtschaften
1994 machten wir uns auf die Suche nach einem eigenen Projekt. Über eine befreundete Gruppe aus Grießen lernten wir Padre Oralino aus Brasilien kennen und nahmen Kontakt mit ihm auf. Ein Jahr später besuchte er uns mit Valter, seinem Freund und wichtigsten Helfer. Seither unterstützen wir Padre Oralino und seine Arbeit in den Armenvierteln von Campo Grande. Zwei Jahre später unternahmen wir mit einer Gruppe von 9 Personen den ersten
Gegenbesuch. Wir waren vom Kennenlernen vieler Menschen und deren Behausungen und Lebensumständen tief berührt. Trotz jämmerlicher Armut strahlte uns herzliche Gastfreundschaft entgegen. Wir konnten uns von der vielseitigen, hilfreichen Arbeit überzeugen, die hier von Padre Oralino und seinem Team geleistet wird.
Bis heute erfolgten drei weitere Besuche von Padre Oralino bei uns und zwei Gegenbesuche von uns bei ihm. Außerdem erhalten wir regelmäßig Rückmeldung über die Erfolge seiner Arbeit und Verwendung unserer Geldspenden.
2012 beschlossen wir, ein weiteres Projekt zu unterstützen. Es sollte dieses Mal in Afrika liegen, da dort in vielen Ländern Menschen von Not und Hunger existentiell bedroht sind. Da einige unserer Mitglieder schon lange eine tiefe Freundschaft mit Pater Aidan aus Tansania pflegten, beschlossen wir, seine Arbeit in Kilema/Tansania zu unterstützen. Noch im selben Jahr besuchten wir ihn in Kilema und konnten uns über seine großartige Arbeit informieren.
Da es Pater Aidan möglich ist uns einmal jährlich zu besuchen und er sehr gut deutsch spricht, ist ein guter Meinungs- und Informationsaustausch möglich.
Die Arbeiten und Aktivitäten unserer Gruppe werden von 5-8 Mitgliedern organisiert. Rechtlich befinden wir uns unter dem Dach der katholischen Kirchengemeinde. Bei der Durchführung unserer Aktivitäten helfen uns weitere 20-30 Personen. Alle bringen sich bei uns nach ihren eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten ein – ohne Verpflichtung. Jede helfende Hand wird gebraucht.
Wenn Sie, liebe Leser, liebe Leserin, Zeit und Lust haben uns bei unserer Arbeit zu helfen, melden Sie sich einfach bei uns über eine der angegebenen Kontaktadressen. Sie sind herzlich willkommen.

Unsere erste große Aktivität im Jahr ist das Hofladenfest, das wir jedes Jahr mit der Familie Thoma in Birndorf im Juni oder Juli durchführen. Wir verwöhnen unsere Gäste mit Paella, Steak oder Nürnbergerle, Pommes und einem gemischten Salatteller. Danach gibt es Kaffee, verschiedene Kuchen und Crepes. Es ist jedes Mal ein schönes Gartenfest in einer besonderen Atmosphäre.

Die wichtigste Einnahmequelle für uns ist die Mitarbeit am Albbrucker Dorffest, das immer am ersten Wochenende im September stattfindet. Zu unserem Standardprogramm gehören Crepes, die wir in verschiedenen süßen und deftigen Varianten anbieten. Ebenso beliebt sind unsere Schokofrüchte. Wir stellen sie mit Bananen, Äpfeln oder gemischt als Fruchtspieß ganz frisch her. Das Angebot von Essen bestand viele Jahre bei uns aus Schaschlik, Pommes und als vegetarisches Gericht Gemüsereis aus dem Wok. Leider erging es uns wie den meisten anderen Gruppierungen auch. Es fällt immer schwerer, genügend Helfer zu finden. Daher mussten wir unser Angebot reduzieren.
Auch am Albbrucker Weihnachtsmarkt machen wir jedes Jahr mit. Auf dem Rathausplatz, in einem Häuschen der Gemeinde, bieten wir süße und deftige Crepes, selbst gemachte Marmelade, verschiedene andere Leckereien und weihnachtliche Dekorationen zum Verkauf an.
Zwei weitere kleinere Aktivitäten führen wir jedes Jahr durch:
Verkauf von Crepes und Glühwein beim Christbaummarkt der Familie Ebner beim Gasthaus Hirschen in Birndorf
Unterm Jahr machen wir noch weitere kleinere Aktivitäten, je nach Angebot und Möglichkeit.
