Ansprache zum 30-jährigen Bestehen

27.09.2022

Begrüßung aller Gäste

Am 25. Mai 1992 gründeten wir die Interessengemeinschaft Eine Welt Albbruck, mit dem Ziel, Menschen auf der anderen Seite unserer Erde zu helfen. Dazu nutzten wir unter der Mithilfe vieler Helferinnen und Helfer unzählige Veranstaltungen, um Gelder zu generieren, und wurden all die Jahre von treuen Spenderinnen und Spendern unterstützt. Allen gebührt ein großes DANKESCHÖN.

Zwei Projekte waren / sind in unserem Fokus:

Die Unterstützung der vielfältigen Arbeit von Padre Oralino in Campo Grande – Brasilien, mit Kindern aus tiefer Armut

und

die Arbeit von Pater Aidan in Kilema – Tansania, die wir Ihnen/euch heute gerne vorstellen wollen.

Vor einigen Jahren hat sich die Gemeinde Albbruck auf den Weg gemacht, den FAIREN HANDEL zu unterstützen und mit der Erfüllung aller Bedingungen vor 3 Jahren das Zertifikat FAIR TRADE KOMMUNE erhalten.

Viele Vereine, Einrichtungen, Gaststätten und Geschäfte haben aktiv mitgeholfen und jede/r einzelne von uns kann beim Einkauf das Seine dafür tun, dass die Situation vieler Menschen im globalen Süden verbessert wird:

  • Gerechter Lohn
  • Medizinische Versorgung
  • Soziale Absicherung
  • Bildung und Ausbildung

Dazu haben wir im EDEKA-Markt ein Regal mit vielen Produkten aus dem Fairen Handel eingerichtet.

Wir sind besorgt, wie es in unserer Welt weitergeht:

  • Kriege in Syrien, dem Irak, dem Jemen und in anderen Gebieten der Welt haben Lebensgrundlagen zerstört.
  • In der Ukraine, vor unserer Haustür, scheint der Krieg immer mehr zu eskalieren, Tod und Zerstörung fordern immer mehr Opfer.
  • Hitzewellen, Flächenbrände und Wassermangel führen uns die bedrohliche Klimakatastrophe deutlich vor Augen.
  • Die Folgen des Ukrainekrieges und der Klimakatastrophe sind weltweit und bei uns noch nicht wirklich abschätzbar.

Aber ganz besonders leiden die Ärmsten der Armen im globalen Süden.
Nach einer aktuellen Studie des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF haben etwa eine Milliarde Kinder weltweit nicht ausreichend Zugang zu Lebensmitteln, sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung. Durch Corona kamen über 100 Millionen Kinder dazu. Seit der Gründung von UNICEF vor 75 Jahren gab es kein solches Ausmaß der Not.

Gerade in der für uns alle unsicher erscheinenden Zeit und Zukunft ist es umso wichtiger, unser Denken und Handeln an Frieden und Gerechtigkeit auszurichten.

Dazu möchte ich aus einer Rede von Papst Franziskus zitieren:

  • Wie wunderbar wäre es, wenn das Wachstum der Wissenschaft und technologische Innovation mit mehr Gleichheit und sozialer Integration einhergehen würden.
  • Wie wunderbar wäre es, während wir weit entfernte Planeten entdecken, die Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern um uns herum wiederzuentdecken.
  • Wie wunderbar wäre es, wenn Brüderlichkeit, dieses schöne und manchmal unbequeme Wort, nicht nur auf Sozialarbeit begrenzt wäre, sondern stattdessen zur Standardhaltung in Politik, Wirtschaft und bei wissenschaftlichen Entscheidungen, genauso wie in Beziehungen zwischen Menschen und Ländern werden würde. Nur indem wir Menschen wahre Brüderlichkeit vermitteln, echte Solidarität, werden wir die "Kultur der Verschwendung" überwinden können. Was nicht nur Nahrung und Güter betrifft, sondern vor allem die Menschen, die von unserem techno-ökonomischen System beiseitegeschoben werden, das, ohne es überhaupt zu merken, Produkte statt Menschen ins Zentrum stellt.

Und weiter sagt er:

Die Zukunft der Menschheit liegt nicht allein in der Hand von Politikern, großen Anführern, großer Unternehmen. Ja, sie haben enorme Verantwortung. Aber die Zukunft liegt vor allem in den Händen der Menschen, die den anderen als "Du" und sich selbst als Teil eines "Wir" erkennen. Wir alle brauchen einander.

Darum: Bleibt mutig, standhaft und hoffnungsvoll. Mit eurer Unterstützung können wir gemeinsam viel bewegen

DANKE


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